Malajube - Trompe L'Oeil (Februar 2006) [Top 50]
Blame Canada, blame Canada... Malajube sind die ersten seit "Joe le taxi" von Vanessa "Sexy Zahnlücke" Paradis, die mich trotz französischer Texte in den Bann ziehen konnten. Und die ersten seit "Ca plane pour moi", bei denen es an der Musik lag. So gut, dass ich mich sogar drauf einließ, in Berlin ein Interview mit denen zu führen. Ich hatte zufällig eh gerade wegen u.a. eines Bright Eyes- und eines Virginia Jetzt!-Konzerts und natürlich wegen Knut im März 2007 eine Reise in die Hauptstadt geplant, von daher passte das also gut rein. Am frühen Freitagabend angekommen, dann aufs Malajube-Konzert und viel zu viel getrunken. Am Samstag dann mit Kater hin zu den heiligen Hallen von unser aller Berliner Lieblingslabel "City Slang". Auf dem Weg dorthin fiel mir dann ein: Was, wenn die überhaupt nicht englisch sprechen? Denn Französisch war nun nicht gerade mein Paradefach in der Schule gewesen... Ich hatte Glück: Malajube, zumindest der Bassist, den ich interviewte, konnte ganz gut englisch. Auf jeden Fall besser als ich. Das Interview geht als mein schlechtestes für immer in die Geschichte ein, schlimmer kann's nicht werden. Aber hej, dafür sah ich zwei Tage später Knut, den Uhl und den Conor - alle am selben Tag. Hammer!Und ganz wichtig: Dieses Negativerlebnis hatte keinen Einfluss auf meine Beziehung zu Malajube. Zwei weitere Male durfte ich die Band bislang sehen, und beide Male konnte sie mich vollends überzeugen.
Cappui - 17. Dez, 10:41

Dredg die Zweite: Als ich diese Liste hier zusammensammelte, hatte ich letztlich rund 70 Alben auf dem Zettel (sprich: in der Textdatei). Ich beschloss, dies auf 50 Alben runterzukochen, denn 50 ist eine schön runde Nummer. Zuvor hatten viele Bands (u.a. Tomte, kettcar, Idlewild) zwei Alben in der Liste stehen, nach dem Ausmerzen blieb lediglich Dredg mit Doppelnennung übrig. Im Gegensatz zum insgesamt beachtlicheren "El Cielo" stehen auf "Catch Without Arms" die einzelnen Songs im Vordergrund. Das Album befindet sich nicht im Fluss, aber liefert einem dafür eine Hymne nach der anderen.
Es war mein allererstes Immergut im Jahre 2003, und viele der auftretenden Bands kannte ich gar nicht. Die Band, die mich am meisten positiv überraschte, waren The Robocop Kraus aus Nürnberg. In rot-weißen Anzügen standen die "Robos" auf der Zeltbühne, das Publikum flippte im Laufe des Konzerts völlig aus. Das Zelt hat diesen wunderbar elastischen Boden und man fühlte sich wie auf einem kleinen Trampolin, als die Band so Gassenhauer wie "Danny Is Passing" und besonders "Fake Boys" spielten.
Achtung: Hypeband! Maximo Park waren 2005 die ganz große Nummer in Indiehausen. Das Immergut bewies mal wieder ein gutes Händchen und verpflichtete die Band bereits Anfang des Jahres für den Sommer. Als das Festival dann Ende Mai bevorstand, waren Maximo Park plötzlich ganz groß und das Immergut tat gut daran, Maximo Park auf eine Headlinerposition zu hieven. Super-Konzert damals!
Auf den frühen King Kong Klub Plakaten standen noch Bandnamen drauf, damit Kiel auch weiß, worum es bei der Party überhaupt geht. Okkervil River standen dort auch drauf, wenngleich ich die Band dort nie gehört hatte. Vor allen Dingen aber wurden sie falsch geschrieben und hinterließen so einen frankophilen Eindruck: "Okkerville River" stand dort nämlich.
Um die Jahrtausendwende gab es ein Plattencover, welches mich in Geschäften immer magisch anzuziehen schien: "Hagnesta Hill" von Kent. Ich kannte aber die dahinter verborgene Musik nicht und kaufte das Album daher nicht.
Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass, Xylophon, Akkordeon, Harfe, Mandoline - Arcade Fire waren mit die ersten, die unter ihren Indierock folkloristische Klänge einbauten und damit große Erfolge feierten. Es folgten viele Nachahmer, einige davon sind auch richtig gut.
Frühjahr 2004: Irgendeine weitere "The"-Band wird bei plattentests.de als "Album der Woche" mit recht selten erreichten 9/10 Punkten abgefeiert. Das Problem: Nirgends im Internet finde ich größere Informationen zu ihr. Und noch seltsamer: Am nächsten Tag ist die CD-Rezension wieder spurlos verschwunden. Was geht denn hier ab?
Youth Group wiederum ist eine Band, zu der ich nicht viel erzählen kann. Hier gibt es keine großen Erinnerungsfetzen - lediglich eine gutre Rezension auf plattentests.de. Hier wurden als Referenzen dieser Australier zu allererst Nada Surf und Death Cab For Cutie genannt. Beste Voraussetzungen also dafür, dass ich "Skeleton Jar" lieben werden könnte.
Ich glaube, The Shins waren die erste Band, die ich durch Pichfork entdeckte. Noch heute finde ich Pitchfork eine äußerst strange Seite und werde wohl nie verstehen, warum man bei der Bewertung von 0 bis 10 auch noch mit Nachkommastellen rumhantiert. Doch wohl nur, um übermäßig cool zu wirken, denke ich. Auf jeden Fall wurde "Chutes Too Narrow" dort abgefeiert, und da mir das CD-Cover gefiel, hörte ich mal schnell rein und fand es ganz okay. Nicht mehr oder nicht weniger.





