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Cappui

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Wenn zwei Geschichten ineinander greifen [Cappui]

Erste Geschichte:
1995. Eine Band namens Scarce. Jemand aus dem Jahrgang über mir hatte die CD, ich fand die voll super. Ich selbst hatte sie nicht, weil es sie in Deutschland nicht gab. Internet und amazon und CD-Brenner gab es damals ja nicht, Importe waren teuer, auf Kassette hatte ich mir das nie überspielen lassen (fand Tapes damals doof). Hatte noch gehört, dass die weltweite CD-Veröffentlichung gecancelt wurde, weil der Sänger einen Hirntumor hatte. Die Band geriet bei mir in Vergessenheit, als die Parties endeten, auf denen sie gespielt wurde (also als der Typ mit der CD sein Abi machte, Juni 1996...).

Zweite Geschichte:
2007. Ich bestellte bei Locas-Björn mehrere "Dackel"-CDs und Locas-EPs und ein Shirt. Er legte mir noch eine damals auf seinem alten Label "wuwton" erschienene CD bei. Der Interpret hieß Chick Graning. Das Album zwar ganz nett, hab ihm aber nie groß die Zeit gegeben, die es vermutlich verdient hätte.

Letzten Monat. Die CD von Chick Graning in mp3s umgewandelt. Zwei Songs davon nebenbei gehört, für gut befunden und mal nach seiner myspace-Seite gegooglet. Existiert also noch, dieser Mensch. Und spielt Support auf der Deutschland-Touz von Heather Nova. Sonst aber noch immer nicht näher beachtet.

Vor ner Stunde. Diese "nina" ausm GHvC-Forum schreibt, dass sie gestern bei Heather Nova war und die Vorband scheiße fand, aber den Namen nicht wüsste. Ich so: "Ey! Chick Graning! Björn Sonnenberg! Locas!". Sie so: "Nein, genau! Scarce hießen die."

Jetzt dämmert mir irgendas im Hinterkopf! Scarce? Da war doch mal was! Scarce bei myspace gesucht und gefunden. Die gibt es tatsächlich wieder?!? Und der Sänger mit Hirntumor ist Chick Graning!

Krass, wie plötzlich zwei Welten aufeinandertreffen. Und jetzt konnte ich endlich die alten CDs bestellen, die es damals - vor Internet, CD-Brennen und amazon - noch unmöglich für mich zu erwerben gab. Die "Red EP" für 49 Cents, das Album für 3,99 Euro.

Okay, hinzu kommen noch jeweils 3 Euro Porto. Aber das ist es mir wert. Denn ich werde mich wieder wie 17 fühlen können.

Und ich weiß: Das findet kein Schwein mehr gut heute. Vermutlich zurecht.




Freitag, 3. Oktober 2008

KielPod #314 [Cappui]

Ich war vorgestern zu Gast beim KielPod, um ein bisschen die Highlights der vergangenen Woche sowie die am Wochenende kommenden vorzustellen. Anzuhören gibt es das ganze Freitag und Samstag auf KielFM 101,2 oder aber als mp3 im Internet - und zwar genau hier.

Sonntag, 13. Juli 2008

Scheiß Kiel - böses Kiel [Cappui]

Dabei sieht Kiel eigentlich ganz schön aus, wenn man es mit der richtigen Musik unterlegt...

Dienstag, 22. April 2008

Es gibt viel zu tun - schlafen wir aus! [Cappui]

Samstagabend. Es ist zwar Wochenende, aber die bekannte To-Do-Liste, die sich leider nicht selbst durchstreichen lassen will, wird trotzdem lang und länger. Nützt also nix: Mir bleibt letztlich nichts anderes übrig, als den Wecker auf 7.30 Uhr zu stellen - an einem Sonntag! Kann das gutgehen?

Natürlich nicht. Ich habe den Wecker nicht einmal vernommen – mittlerweile benutze ich ihn schon so lange, dass ich ihn wunderbar im Halbschlaf ausmachen kann. Wenn nicht sogar Vollschlaf. Ich kann mich auf jeden Fall gar nicht daran erinnern, ihn ausgemacht zu haben. Und so wache ich halt erst um kurz vor zwölf auf. Es wäre wohl doch die bessere Wahl gewesen, den Wecker auf neun Uhr oder halb zehn zu stellen – damit hätte ich vermutlich keinerlei Probleme gehabt.

Also nun endlich anfangen mit der Arbeit: Termine müssen getippt, Diplomarbeiten geschrieben und Handballspiele geguckt werden. Wie soll ich das nur alles heute noch schaffen, der Tag ist doch schon wieder halb um? Vielleicht sollte ich mich doch einmal nach einem neuen Wecker umsehen? Na egal... Der Tag ist eh im Eimer, also kann ich ruhig noch einmal nach den neuesten Weckertrends im Internet googlen. So ist es dann wie fast jeden Sonntag: Am Ende landet man doch wieder im bunten ThinkGeek-Universum und staunt über den neuesten Technologie-Quatsch: Fotorahmen für digitale Bilder, USB-Mikroskope, USB-Lavalampen, USB-Ventilatoren – mittlerweile kann man so ziemlich alles an seinen Rechner anschließen. Erst spät bemerke ich, dass es sich bei den USB-Schwangerschaftstests um einen Aprilscherz handelt und dass es schon etwas eigenartig wäre, dafür auf einen USB-Stick zu urinieren – erst recht als Mann.

Nach einer Dreiviertelstunde lande ich glücklicherweise endlich bei den "Alarm Clocks". Am besten gefällt mir ja der Propeller-Wecker, der so lange ein ohrenbetäubendes Sirenengeräusch macht, bis man den zur Weckzeit losgeflogenen Propeller wieder auf die Uhr setzt. Das verlinkte youTube-Video offenbart dann aber doch sofort die Schwachstelle: Der Propeller braucht rund drei Sekunden Zeit nach Beginn des wirklich nervigen Wecklärms, ehe er genug Schwung hat, um sich von dem Wecker zu lösen. Mit anderen Worten: Der Geweckte – also ich – wird nach wenigen Tagen instinktiv so nach dem Gerät greifen, dass der Propeller erst gar nicht durch die Wohnung fliegt. Dummes Ding.

Als nächstes fällt mein Blick auf ein Gerät namens "SnuzNLuz". Der Name sagt es eigentlich schon: Wer trotz des Weckers weiter vor sich hin schlummert, verliert – und zwar sein Geld! Der Wecker wählt sich – wenn man ihn denn erst einmal richtig programmiert hat – automatisch beim eigenen Online-Bankaccount ein und überweist jedes Mal, wenn man auf den beliebten "Snooze"-Knopf drückt, einen gewissen Betrag an eine wohltätige Organisation. Die Neureichen unter uns reiben sich jetzt vermutlich die Hände und freuen sich, dass sie auch noch eine gute Tat vollbringen – quasi im Schlaf, mit geschlossenen Augen. Ich allerdings kann diesen Wecker leider nicht in Betracht ziehen, denn wer eh knietief im Dispo steckt, kann ja gar nichts mehr verlieren. Außerdem kann ich mir die Anschaffung von "SnuzNLuz" gar nicht leisten.

Mittlerweile ist es 15.30 Uhr, das Spiel des THW beim FC Barcelona fängt in 75 Minuten an. Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr, mit etwas anderem anzufangen. Diesen ganzen Kleinkram meiner To-Do-Liste kann ich auch noch nächsten Sonntag abarbeiten – sofern ich dann ausm Bett komme. Ansonsten muss ich halt mal nach neuen Weckern Ausschau halten...

Donnerstag, 27. März 2008

Musik = Passion [Cappui]

Ja, ich studiere Mathe, und ja, ich studiere es schon viel zu lange. Das alles soll auch bald endlich ein gutes Ende nehmen. Dennoch - oder gerade weil es sich schon so lange hinzieht - brauche ich Ablenkung. Sachen, die mir Spaß machen, die mir irgendwas bedeuten, in denen ich aufgehen kann. Diese haben in den allerhäufigsten Fällen mit Musik zu tun.

So auch neulich, als ich über meinen THW-Mailaccount eine Mail von einem gewissen Willi aus Köln bekam. Dieser ist gleichzeitig Sänger der Indieband LINGBY (von der ich zugegebenermaßen zuvor noch nie gehört hatte!). Diese Band ist - zumindest auf dem ersten Blick - eine Band wie jede andere: Keine Homepage, denn eine schlecht designte myspace-Seite reicht heutzutage vollends. Ein paar Lieder sind natürlich online, zelebrieren dort unaufgeregten Indiepop - zumindest nach dem ersten oder zweiten Hördurchgang.

Wie auch immer: Dieser Willi fragte mich auf jeden Fall, ob ich für das Konzert der Band im Kieler Café Prinz Willy (ja wie passend!) eine Kieler Supportband wüsste. Allein schon, weil diese Mail auf so komischem Wege zu mir kam, dachte ich, ich könnte mich mit dem ganzen mal etwas näher beschäftigen. Ich hatte auch grad gute Laune. Also die Musik auf myspace angehört und diese als nett, aber wie gesagt unaufgeregt empfunden. Passende Kieler Bands fielen mir genau drei ein: STARING GIRL, FREAKY MILLER, WALHEIMAT. Drei tolle Bands, aber keine dieser drei hab ich bislang live sehen können. Ein Grund mehr, sich LINGBY anzunehmen. Und tada, es klappte: Steffen und Nils von STARING GIRL sagten zu und ich fühlte mich wichtiger, als ich in Wirklichkeit bin. In gewissem Maße war das Konzert nun auch mein Konzert, ich hatte meinen Teil dazu beigetragen. Also auch schön als Tagestipp hypen bei kiel4kiel.de - warum auch nicht, Chef hatte eh grad Urlaub.

In den Tagen vor diesem Konzert hatte ich dann auch Zeit, mich näher mit LINGBY zu befassen. Und was ich so alles über die Band erfuhr, war vielleicht etwas sehr von Naivität geprägt, aber definitiv ambitioniert und vor allem sympathisch. Bei einer Folge von "Undertube" traten sie in der Kölner U-Bahn auf. Für einen kleinen Independent-Film nahmen LINGBY ein paar Instrumentalsongs auf. Kiel war nur ein Zwischenstopp ihrer Tour, die die Band auch noch nach Schweden und Dänemark führen sollte - ein Tourhalt wurde auch im dänischen Lyngby gemacht. Neben dem Kasseler Songwriter Malte (SundayParlours) begleitete auch ein kleines Plüschpony die Band und versteckte sich auf den Tourfotos immer geschickt - wer das Pony auf allen Fotos finden konnte, gewann u.a. die Tour-EP. Diese CDs sind von der Band natürlich selbstgebrannt, die Pappschuber allesamt mit Liebe handbemalt und damit unikatös. Ihr Tourtagebuch veröffentlicht das Trio außerdem im Rote Raupe Fanzine im Internet. Wie gesagt: Naiv, aber unglaublich sympathisch! Und die Musik wächst mit jedem Hördurchgang.

Die Ernüchterung folgte aber auf dem Fuße: 13 zahlende Gäste hatten LINGBY - die Enttäuschung sah man dem Trio dann auch etwas an. Aber das Konzert war unheimlich toll. LINGBY muss man sich merken. Ich hoffe, dass sie es schaffen werden!

Ich hoffe auch, dass ich irgendwann Teil der gesamten Szene werde. Vielleicht eines Tages in Hamburg. Bis dahin unterstütze ich gerne jede kleine Band, die sich zu unterstützen lohnt - auch wenn es doch meistens in einer Ernüchterung mündet. Ja, das ist vielleicht naiv. Aber auch unglaublich sympathisch, oder nicht?

Reinhören in LINGBY unter www.myspace.com/lingby.

Mittwoch, 26. März 2008

Wiedereröffnung [Cappui]

Heieiei... ich wollte doch so viel aus meinem Privatleben bloggen. Problem ist nur: Ich habe doch gar kein Privatleben...

Und jetzt kommt mir nicht mit Sätzen wie "Und wo bleiben die Fotos von Deinem Geburtstag?" - das wüsste ich nämlich auch gerne. Mir wurde noch nicht ein Foto geschickt, und irgendwann interessiert es ja auch keinen mehr. Selbst mich nicht.

Wie auch immer: Damit hier dennoch manchmal ein bisschen Content auftaucht, werde ich in Zukunft alle meine Texte hier veröffentlichen. Seien es Konzertberichte, Zwischenmenschliches (löl!) oder k4k-Kolumnen. Einige ausgewählte alte CD- und Konzertrezensionen meinerseits findet man auch auf www.indiemucke.de.

Und damit es jetzt gleich mal was zu lesen gibt, reiche ich den gestern verschickten Newsletter für die von mir geleitete last.fm-Gruppe "Grand Hotel van Cleef" nach.

Donnerstag, 10. Januar 2008

New York, New York [Cappui]

Ich glaube, ich war Silvester doch betrunkener, als ich dachte...

Dienstag, 8. Januar 2008

Geldunter [Cappui]

Sechs Tage nach dem brutalen Portemonnaie-Raub in Mettenhof (okay, es war weder brutal noch ein Raub, aber es war wirklich in Mettenhof!) hab ich nun die Hoffnung endgültig begraben, dass es wieder auftaucht. Die Diebe haben sicherlich das Geld rausgenommen und den Rest verbrannt - so macht man das in Mettenhof. Da gibt es ja quasi nur zwei Arten von Menschen: Die Privilegierten, die nur das Geld rausnehmen, das Portemonnaie dann zurücklegen und groß "ES TUT MIR LEIT" auf einen Zettel daneben schreiben. Naja, und die Sorte von Mensch, die am letzten Mittwoch meinen Spind aufgebrochen und nichts zurückgelassen hat. Wie sagte Marco früher so schön?
In Mettenhof, in Mettenhof,
da sind sogar die Netten doof.

Naja, heute also die Behördengänge: Nein, das Bild vom letztjährigen Perso könnte ich nicht wieder benutzen, ich bräuchte schon ein neues, heißt es im Rathaus. Das erfahre ich glücklicherweise vorm Nummernziehen. Also erstmal die Glückszahl "091" gezogen, dann für 6 Euro in so einen tollen Fotoautomaten gesetzt, und dann: warten. Nummer "070" wird gerade aufgerufen, und alle drei Minuten geht es tatsächlich mal weiter. Dass sich der ältere Herr neben mir zunächst wundert, dass er mit seiner Nummer "083" einige Minuten nach der Nummer "082" aufgerufen wird, wundert mich wiederum. Gerade als ich mir überlege, wie ich ihm am einfachsten - vermutlich induktiv? - den Monoid der natürlichen Zahlen erklären könnte, steht er dann doch endlich auf und trottet durch die Tür mit der großen Nummer "3". Dass hinter seiner aufgerufen Nummer extra "Tür 2" steht - geschenkt!

Nach vierzig Minuten Warterei bin ich endlich an der Reihe. Zehn Euro kostet der neue Perso, ein Schnäppchen! Ob ich noch einen vorläufigen bräuchte für die kommenden zwei Wochen, werde ich gefragt. Nachdem man mir die dafür anfallenden Sonderkosten von 8 Euro erläutert, ist mir klar: Vorläufiger Perso mein Arsch. "Ich muss jetzt erstmal in der Datenbank gucken, ob Sie wirklich Sie sind. Ihre Identität muss ja verifiziert werden", sagt die nette Dame. Bei so tollen Worten wie "Datenbank", "Identität" und "verifiziert" überlege ich kurz, ob sie nicht vielleicht mal in meinem Semester war, dann entgegne ich nur: "Da haben Sie wohl recht!" Sie wiederum antwortet: "Da haben Sie wohl recht!" Wie geil arrogant ist das denn bitte?

Weiter geht's dann zur Krankenkasse. Eins mit Sternchen! Ich bin gleich an der Reihe. Nachdem ich der jungen Dame dreißig Sekunden lang mein Leid über mein schönes altes Portemonnaie geklagt habe, sagt sie mir, dass die neue Versichertenkarte in zwei, spätestens in drei Tagen in meinem Briefkasten auf mich wartet. Ich mache große Augen, was die Krankenkassendame völlig falsch interpretiert: "Ja, wissen Sie: Da ist ja auch ein Mikrochip drin, der muss erst noch programmiert werden. Deshalb kann ich Ihnen die neue Karte nicht gleich mitgeben." Ach so ist das! Mit einem - leider nicht so leckeren - Bonbon kann man mich aber immer gut vertrösten.

Anschließend wird genüsslich schwarzgefahren zur Uni. Beim Studierendensekretariat dann die Ernüchterung: "Ein neues Leporello kostet 6 Euro. Bitte füllen Sie diesen Zettel aus!" Dass ich überhaupt kein Leporello, sondern nur das olle Semesterticket brauche, interessiert die Dame einen feuchten Kehricht (geil, ich glaub, ich hab in meinem Leben noch nie zuvor "Kehricht" geschrieben, hab mich dabei auch nur dreimal vertippt!). "Achso, Sie müssen bitte passend bezahlen, ich habe heute noch nichts eingenommen." Herrlich, nicht einmal Wechselgeld besitzen sie also an der Uni. Also erstmal in den siebten Stock des Hochhauses gefahren, wo eine Freundin arbeitet. Sie kann mir meinen 10-Euro-Schein immerhin kleinmachen. Und bereits morgen kann ich dann mein neues Leporello abholen. Warum die doofe Sekretärin das nicht "live" ausdrucken kann, wird ihr Geheimnis bleiben.

Somit kann ich jetzt immer noch nicht Bus fahren. Deshalb geht's dann auch erst übermorgen zur Bank, die neue EC-Karte kostet auch nur 15 Euro. Aber hej, dafür sind sie auch sehr freundlich dort, wie bei der Krankenkasse. Nur mit leckereren Bonschis. Immerhin etwas, wenn man schon mal eben so 37 Euro aus dem Fenster schmeißt.

Und weil ich noch ein bisschen üben muss und es auch ganz gut ans Ende passt: Kehricht Kehricht Kehricht Kehricht Kehricht. So, jetzt beherrsche ich dieses Wort. :)

Montag, 7. Januar 2008

Mit'm Mund? [Cappui]

Damit kann man eine ganze Menge machen. Essen, trinken, atmen, reden - und noch viel mehr. Reden - das ist etwas, das ich seit Freitagmorgen sträflichst vernachlässigt habe. Hab ich jemanden getroffen? Hab ich mit irgendjemandem telefoniert? Hab ich unter der Dusche gesungen? Hab ich zumindest Selbstgespräche geführt? Mich vielleicht irgendwo gestoßen und "Aua! Verdammt!" geschrieen? Nein, nichts von alledem. Seit nun vier Tagen habe ich also meinen Mund nicht mehr zum Sprechen benutzt.

Schlimm? Nein, es sind ja eh Gammeltage gerade, erst am Mittwoch geht die Uni wieder los. Dann wird von ganz automatisch wieder der Mund geöffnet werden. Spätestens dann. Natürlich hätte ich mich gerne mal mit Freunden getroffen, verkrochen hab ich mich ja nicht. Sie hatten halt keine Zeit. Alles nicht so schlimm. Nur halt irgendwie strange, oder nicht?

Sonntag, 6. Januar 2008

Es gibt viel zu tun - schlafen wir aus [Cappui]

Die bekannte To-Do-List wird lang und länger, was auch meinem aktuellen Seelenzustand zuzuschreiben ist. Aber nützt ja nix: Es muss viel getan werden, die blöde Handball-Nationalmannschaft spielt ja wieder und meine Konzerte für den längst angelaufenen Januar müssen auch noch größtenteils vorangekündigt werden. So bleibt mir letztlich nichts anderes übrig, als den Wecker auf 7.30 Uhr zu stellen - an einem Sonntag! Kann das gutgehen?

Natürlich nicht. Sicher, den Wecker hab ich vernommen, aber mittlerweile benutze ich ihn schon lange genug, so dass ich ihn wunderbar im Halbschlaf ausmachen kann. Wenn nicht sogar Vollschlaf. Ich kann mich auf jeden Fall gar nicht dran erinnern, ihn ausgemacht zu haben. Und so wache ich halt erst um kurz vor zwölf auf. Es wäre wohl doch die bessere Wahl gewesen, den Wecker auf neun Uhr oder halb zehn zu stellen - damit hätte ich vermutlich keinerlei Probleme gehabt.

Aber ich muss auch zugeben: Diesmal hab ich den Schlaf auch mit aller Macht verlängert. "Jeder Mensch träumt, und zwar jede Nacht", sagte mal ein kluger Mensch. Oder war das einfach nur ein Zitat aus einem der "A Nightmare on Elm Street"-Filme, um die Gefährlichkeit von Freddie Krueger nochmals zu unterstreichen? Vermutlich letzteres, aber ich glaube daran. Und das, obwohl ich einer der Menschen bin, der eigentlich nie strukturiert zu träumen vermag und sich nur höchst selten nach dem Aufwachen auch nur ansatzweise an das vermeintlich Erlebte erinnern kann. Wobei Ersteres sicherlich auch Zweiteres begünstigt, denn bei einem roten Faden kann man ja auch besser rekonstruieren.

Worum es in diesem Traum ging? Ich habe geheiratet, jawohl. Alles sehr pompös und teuer, aber doch schön. Wen? "Kennst Du nicht", könnte ich antworten, was ich recht gerne mache, wenn ich keine Namen nennen möchte. Aber das wäre wohl gelogen, zumindest vielleicht gegenüber einem gewissen Prozentsatz meiner Leser. Es ist auf jeden Fall nicht die Person, für die mein Herz schlägt. Nicht einmal die Person, um die in den letzten Tagen die meisten Gedanken verschwendet wurden (welches eine andere Person ist als die erstere!). Ist ja auch egal, ich messe dem Ganzen jetzt nicht sooo viel Bedeutung bei. Und warum träumte ich von einer Hochzeit? Vermutlich nur, weil Chandler und Monica bei der gestrigen Friends-Folge gerade ebenfalls in den Vorbereitungen steckten.

Nichtsdestotrotz habe ich es dennoch versucht, mich bis zur Hochzeitsnacht zu träumen. Es misslang.

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