Montag, 29. November 2010

Schaubude will never dead [Cappui]

SchaubudeWer aus Kiel kommt und einen Facebook- und/oder Twitter-Account sein Eigen nennt, der weiß seit spätestens diesen Montag, was man eh schon längst wissen sollte, wenn man mit einigermaßen offenen Augen durch die Stadt wandelt: Das Gebäude in der Legienstraße 40, in dem sich das L'étage, das Tamen-T und – an dieser Stelle wird es erst so richtig interessant – die Schaubude befinden, soll demnächst plattgemacht werden und einem unglaublich hässlichen Gebäudekomplex weichen. Alle Infos dazu gibt’s auf dieser Internet-Seite, das muss ich nicht alles hier runterschreiben. Ebenfalls dort kann und sollte man sich auch an einer Online-Petition beteiligen, auch wenn der Erfolg davon mehr als fraglich erscheint. Aber es schadet ja nicht, dort die drei Felder auszufüllen – dafür muss man diese drei Clubs gar nicht mal mögen. Ich würde sogar ähnliche Petitionen für schreckliche Großraum-Diskotheken wie beispielsweise das Atrium unterstützen, denn die Streichung einer Abendalternative wirkt sich auch auf alle anderen Etablissements der Stadt aus. Man möge nur mal an die vorübergehende Schließung des Bergstraßen-Komplexes um das Tucholsky, das Böll und Konsorten zurückdenken – das war kein schöner Anblick im weltruf oder im Luna zu dieser Zeit.

Der geplante Abriss der Schaubude trifft mich allerdings besonders. Zugegeben: Ich bin alles andere als ein Stammgast dort, mein letzter Besuch in der Legienstraße 40 muss irgendwann Anfang 2009 gewesen sein – auf jeden Fall hatte zu der Zeit Hatto noch das Sagen. Doch ich verbinde viele schöne Konzertmomente mit diesem kleinen, feinen Club, der allein schon den unschlagbaren Vorteil genießt, dass er von meiner Wohnung nur einen Katzensprung entfernt ist und ich daher trotz Wind und Wetter stets spontan und ohne Jacke vorbeischauen kann. Ich erinnere mich auch noch an meinen ersten Besuch in dem Laden, damals zum Beginn meines Studiums, als die Schaubude noch „Tanzdiele“ hieß und Nachtcafé-Lutz noch der Chef war. Nach einer Party bei einem Kommilitonen zogen wir noch auf einen kurzen „Absacker“ dort vorbei, wie erwähnt bedeutete dies besonders für mich eh keinen großen Umweg. Ehrlich gesagt gefiel mir der Schuppen aber so überhaupt nicht, denn er war völlig überfüllt an dem Abend und es stank bestialisch nach Dope. Ich schwor mir, die Tanzdiele nie wieder betreten zu wollen. Ich habe ja nichts gegen Kiffer, aber ich kann den Geruch absolut nicht ausstehen. Ein Jahr später war ich dann doch noch einmal drin, weil ein Berliner Freund eines Freundes von mir zum „Poetry Slam“ geladen war. Dieser Abend gefiel mir dann auch deutlich besser. Dennoch war ich nicht wirklich geschockt, als die Tanzdiele nur wenige Tage später aufgrund der bekannten Drogenprobleme dichtmachen musste – und die Wiedereröffnung unter neuer Führung und dem neuen Namen „Schaubude“ ging mir so ziemlich am Arsch vorbei.

Doch in den folgenden Jahren erlebte ich in eben dieser Schaubude wirklich tolle Abende. Sei es das Konzert der kurzlebigen Hamburger Band darlo, die vor leider nur zwölf Zuschauern spielte und sich trotzdem die gute Laune nicht verderben ließ. Oder aber der Auftritt der Elektropluckerer von Me Succeeds. Ich weiß, mit diesem Ausdruck muss man vorsichtig sein, aber die Konzerte – oder besser gesagt Predigten – von Reverend Vince Anderson werden auf ewig unvergessen bleiben für mich. Wie sich beim „Dancing Queen“-Cover und besonders bei „Bon Voyage“ wildfremde Menschen in den Armen lagen, war schon großes Kino, auch wenn es mehr als pathetisch rüberkommt. Und dann war da natürlich noch mein etwa 15-sekündiges Kazoosolo beim Abschiedskonzert der Kieler Punkrock-Legende Beischlaftuch. „Sascha, das war wirklich super, was du da gemacht hast, aber ich habe leider keine Ahnung, was du gemacht hast. Dein Instrument war nicht zu hören.“ So ist halt Rock'n'Roll. Egal, es waren meine 15 Sekunden des Ruhms – oder vielleicht auch nur zwölf, denn live spielten Beischlaftuch immer einen Tick schneller als im Proberaum.

Daher hoffe ich: Schaubude will never dead.

Sonntag, 15. August 2010

Furkelpass - Labirintos EP [Musik]

LabirintosDer Volksmund sagt bekanntlich „Gut Ding will Weile haben“ – für Gelsenkirchener Fußballfans übrigens seit Jahrzehnten der Hoffnungsschimmer auf einen Meistertitel. Dass „gut Ding“ zwar Weile haben will, aber nicht unbedingt muss, beweisen uns nun zwei süddeutsche Musiker namens MC Halbzeitbier und DJ Restmülltonne. Von der Gründung des Duos Furkelpass bis zur Fertigstellung ihrer Debüt-EP „Labirintos“ vergingen gerade einmal acht Stunden, in denen sich die beiden Fußballprolls zudem augenscheinlich noch hoffnungslos besoffen und auch noch ein Video zum Track „The Ballad of Lothar M.“ zusammenschusterten. In Blogs, Internetforen und Facebook avancierten Furkelpass längst zum absoluten Geheimtipp, und dank des angesagten Hamburger Labels „Platz an der Sonne Records“ wird die „Labirintos“-EP in wenigen Stunden endlich allen Musikfans zur Verfügung gestellt.

Dass Fußball das Leben von MC Halbzeitbier und DJ Restmülltonne bestimmt, zeigt sich in jedem der sieben Stücke. Ob Diego Maradona, Jens Nowotny oder Franz Beckenbauer – allen ihren Göttern erweist das Duo mit relaxten bis stampfenden Beats und provokanten Lyrics ihre Ehre. „Come and touch me / Jens Nowotny“ – darauf muss man erst einmal kommen. Herzstück der ersten Veröffentlichung ist aber zweifelsohne das vorab übers Internet verbreitete „The Ballad of Lothar M.“: Die tragische „Geschichte einer verkorksten Beziehung“ (in diesem Fall ist das Desinteresse der Bundesligisten am Trainer Matthäus gemeint!) beginnt mit einem unvergessenen Loddar-Zitat und steigert sich im Laufe der drei Minuten zu einem Dancefloor-Monster, dem MC Halbzeitbier mit unverwechselbarer „Lothar Matthäus“-Skandierung den Stempel aufdrückt.

Ohne Frage: Furkelpass revolutionieren mit ihrer Debüt-EP die beiden Genres „Garage Elektrash“ und „Fussballtechno“ und setzen damit die Messlatte für die sicherlich bald nahende und kopierende Konkurrenz extrem hoch. Nie stehen die beiden Protagonisten im Abseits, dafür aber stets auf einem Aufstiegsplatz. Stellt sich nur noch eine Frage: Wer ist eigentlich dieser Furkel und was macht seine Pässe zu so etwas Besonderem?

Mittwoch, 28. Juli 2010

Seabear und das IPad [Musik]

Eins steht mal fest: In der Werbebranche sitzen offenbar eine Menge sehr geschmackssicherer Menschen, was Musik betrifft. Anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass sich so manche LoFi-Indie-Songwriterperle als Hintergrundbeschallung in TV-Spots wiederfindet. So sehr es einen auch für den Künstler freut, wenn er durch die Nutzung seines Songs ein paar Monate lang seine Miete problemlos zahlen kann, so sehr läuft man als Musikfan allerdings auch Gefahr, dass man das Lied – und manchmal noch viel schlimmer: den Künstler – ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr ertragen kann. Dabei kommt es aber auch immer drauf an, wer denn bitteschön der Werbekunde ist.

Bestes Beispiel: Lisa Mitchells „Neopolitan Dreams“, welches im letzten Jahr erschreckenderweise für die deutsche Telekom Pate stehen musste. Nun ist Lisa Mitchell als Gewinnerin einer australischen Castingshow per se schon ein schwieriger Fall, aber damit konnte ich mich noch arrangieren. „Neopolitan Dreams“ hinterlässt aber seitdem einen faden Beigeschmack bei mir.



Der TV-Spot für NIKON-Digitalkameras hingegen benutzt das traumhaft schöne „Welcome Home“ von Radical Face. Hinter dem Bandnamen steckt mit Ben Cooper übrigens eine Hälfte des in Europa bekannteren Indielectro-Projekts Electric President. Das Lied werde ich auch weiterhin lieben können.



Ähnliches gilt auch für den Song „One, Two... One“ von Eric Elbogens Band „Say Hi (Yo Your Mom)“, welcher in der aktuellen Cadillac-Reklame läuft. Die Band kennt man hierzulande fast gar nicht, denn von den bislang sechs tollen Alben erschien in Europa nur ein einziges via Devilduck Records. Sehr schade.



Bei „You Always Make Me Smile“ von Kyle Andrews muss ich erst noch abwarten, ob mir der Song nicht vielleicht irgendwann aus dem Hals heraushängen wird. Unterschied zu den oben genannten Liedern ist hier aber schon einmal, dass ich weder den Sänger noch seinen Song vor der Werbung kannte.



Oftmals werden Lieder aber auch eigens für Werbespots „komponiert“: Als Grundlage wird einfach ein bereits existenter Song genommen und dieser an einigen wenigen Stellen verändert. Ich komme leider gerade nicht drauf, aber es existiert beispielsweise ein Song, der sowas von abgekupfert ist von Madonnas „Ray Of Light“. Ich dachte bislang, dass der Originalkünstler bei solchen offensichtlichen Kopien immerhin auch noch ein bisschen Geld bekommt. Aber wie ich vor wenigen Tagen gelesen hab, scheint dies nicht immer der Fall zu sein: Die isländische Indieband Seabear wunderte sich via Facebook sehr über die aktuelle IPad-Werbung: Im Hintergrund laufe doch zu Beginn eindeutig deren 2007er Song „I Sing I Swim“. Ich hörte schnell mal rein via Winamp und konnte den Unmut Seabears schon verstehen. Aber hört selbst: Hier die aktuelle IPad-Werbung:



Und hier das Video zu Seabears „I Sing I Swim“:



Verblüffenderweise scheint Apple nicht nur die Musik geklaut zu haben, denn Seabear präsentieren in ihrem Video sogar so etwas wie den Prototyp des IPad – nur, dass dieser sogar noch zusammenklappbar ist.

Samstag, 10. Juli 2010

Green Day - Dookie [Jugendsünden]

Es waren die 90er – eine Zeit, in der es oben im dritten Stock des LEIK, welches damals noch Förde-Einkaufszentrum (FEZ) hieß, einen großen Musikladen namens WOM gab. 1994 waren die Musikkassetten und Langspielplatten fast vollständig aus der „World Of Music“ verbannt worden, die Filiale bestand aber noch immer aus der selben, großen Fläche wie vor dem Ende des Vinyl-Zeitalters. Es war die goldene Zeit für junge Musiknerds wie mich, denn WOM hatte so ziemlich jedes Album auf Lager oder konnte es notfalls binnen weniger Tage an die Förde holen – inklusive Japan- und Australien-Importen. In der heutigen Zeit lacht man drüber, aber damals war das schon der Wahnsinn. Statt über myspace hörte man halt bei WOM in die CDs rein, die einen interessierten, und lernte neue Bands dadurch kennen, dass man einfach mal einen der vielen Kopfhörer aufsetzte, die in etwa Zwei-Meter-Abständen über allen Regalen hingen.

DookieIn manch ein Album hörte man auch einfach nur rein, weil einem das Cover besonders auffiel. „Dookie“ von der Band Green Day war eins davon. Es war Juli 1994, und dieses bunte Comic-Szenario einer von Bomben erschütterten Stadt fiel mir eines Nachmittags ins Auge. Ich hörte rein und passierte das, was viel zu oft passiert, wenn man das erste Mal in ein Album reinhört: Es gefällt einem nicht. Rückblickend ist es zwar gerade bei dem melodiösen 08/15-Poppunk, den Green Day auf ihrem Breakthrough-Album anboten, sehr verwunderlich, dass ich dafür mehr als einen Versuch brauchte. Aber es lag vielleicht daran, dass ich solche Musik zuvor nie hörte. Dieses Pseudo-Punkrevival befand sich halt noch ganz am Anfang, von The Offspring und Rancid hatte ich bis dahin – wie so ziemlich jeder – nie etwas gehört. Und selbst bereits in der Szene arrivierte Bands wie Bad Religion und NOFX kannte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht, muss ich zu meiner Schande geschehen. Auch Green Day schienen keine Zukunft in meinem musikalischen Kosmos zu haben, denn nach drei oder vier Liedern von „Dookie“ wechselte ich bei WOM bereits den Kopfhörer.



Doch nur wenige Tage später änderte sich dies. Ich stand sonntags damals immer schon früh morgens auf, denn dort lief auf MTV immer die Chartshow „US Top 20“. Diese Sendung hatte das europäische MTV direkt aus den USA importiert, und dies hatte den riesigen Vorteil, dass man dort in den Charts Bands zu sehen bekam, die man in Europa gar nicht kannte. Zudem waren diese Charts von MTV völlig anders als die offiziellen, von R'n'B beherrschten Billboard-Charts, denn hier hatten auch Alternative-Bands durchaus die Chance, die Spitze zu erklimmen. Und an diesem verdammten Sonntag irgendwann Ende Juli 1994 stieg „Long View“ auf Platz 19 ein, und ich war ab dem zweiten Chorus endgültig gefangen von dem Song. Mit Laut/leise-Spielereien konnte man mich schon immer begeistern, das klappt auch heute noch. Gleich am nächsten Tag fuhr ich in die Stadt, um bei WOM nach dem Album der Band Green Day zu fahnden und „blind“, also ohne Vorhören, zu kaufen. Erst als ich das Cover im Regal vor mir sah, fiel mir ein, dass ich dort ja zuvor schon einmal reinhörte. Daher entschied ich mich dann doch gegen einen Blindkauf, jedoch gefiel mir „Dookie“ nun – mit diesem einen „Hit“ im Hinterkopf – deutlich besser, weshalb ich es für läppische 34,99 DM kaufte. Das war damals neben 32,99 DM der Standardpreis bei WOM, und eigentlich hat man diesen Laden wirklich nur zum Anhören von Musik benutzt, um dann für die endgültige Anschaffung des Tonträgers zu Brinkmann, Karstadt oder aber natürlich Blitz Records zu juckeln. Aber ich sah bei Green Day keine Möglichkeit, dass eins der anderen Geschäfte diese CD im Angebot haben würde.



Einige Monate später gab's „Dookie“ dann überall. Die zweite Single „Basketcase“ katapultierte das Trio in höchste Chartsphären. Während sich dann sogar die Mainstream-Hörer meines Jahrgangs das Album zulegten, war ich schon fast wieder weg davon, mein Weg führte mich über die ungebügelteren Frühwerke Green Days hin zu den deutlich rotzigeren Rancid. Eine der schönsten Erinnerungen an diese Zeit hat aber unumstößlich mit diesem Album zu tun. Die ersten Mitschüler aus meinem Jahrgang – in erster Linie diejenigen, die schon mal eine Ehrenrunde drehten – wurden volljährig und bestanden ihren Führerschein. Der allererste von ihnen war Olli, mit dem wir eines Tages zu fünft zu einem Volleyballspiel fuhren. Nicht, dass wir selbst gespielt hätten, aber in unserem Jahrgang spielten viele Mädels zusammen in einer Mannschaft, unter ihnen auch Ollis damalige Freundin. Ich habe keine Ahnung mehr, wo dieses Spiel stattfand (und noch viel weniger, wie das Spiel ausging...), aber es war definitiv noch innerhalb Kiels. Von daher dürften wir auch gar nicht lange unterwegs gewesen sein. Auf der Hin- und Rückfahrt aber drehten wir die „Dookie“ auf und rockten ab, wie wir es aus dem Film „Wayne's World“ zum Lied „Bohemian Rhapsody“ kannten.



Und Green Day? Die gibt’s bekanntlich immer noch, und ich habe mir auch alle ihre späteren Alben gekauft. Mit „Good Riddance“ hatten sie noch einmal einen kleinen Akustikgitarren-Hit und mit „Warning“ ein fantastisches 60s-Pop-Album hingelegt. Und dann kam der richtig große Erfolg mit der Punk-Oper „American Idiot“. Das war schon lange nicht mehr meins, aber man muss der Band schon zu Gute schreiben, dass sie sich noch einmal weiterentwickeln konnte. Mindestens das. Die 90er Jahre ohne Green Day? Ich wäre jetzt ein – wenn vermutlich auch nur geringfügig – anderer Mensch.

Dienstag, 29. Juni 2010

The Coalminers' Beat – The Coalminers' Beat [Jugendsünden]

The Coalminers' Beat. Eine Band, die so gar nicht in mein damaliges musikalisches Raster fiel und in mein heutiges noch viel weniger. Wie es genau dazu kam, dieser Gruppe zu verfallen, kann ich heute auch nicht mehr zu hundert Prozent nachvollziehen. Auf jeden Fall hatte ein junger privater Radiosender – „jung“ im Sinne von „gerade erst 'on air' gegangen“ – einen nicht unerheblichen Anteil daran.

CMBEs war 1993, und analoge UKW-Radiosender benötigte man damals etwa genau so wenig für musikalische Weiterentwicklung wie heutzutage. Während man nowadays das Internet hat, so schaute man damals MTV, um sich über neue Musik zu informieren. Ja, die spielten damals tatsächlich fast ausschließlich Musik und hatten obendrein mit Ray Cokes' Show „Ray's Request“ (später „Most Wanted“) auch noch die unterhaltsamste Abendshow in der Glotze. Erschwerend für den Faktor „Radio“ kam hinzu, dass es in Schleswig-Holstein zu diesem Zeitpunkt für populäre, zeitgenössische Musik lediglich NDR 2 und den Privatsender R.SH gab, die sich – zumindest in dieser Zeit – beide in Sachen Einfallslosigkeit nicht viel nahmen.



Dies sollte sich zum 1. Juli 1993 aber schlagartig ändern, zumindest wurde es einem damals weisgemacht: Mit „Alpha Radio“ startete der zweite Privatsender im Land und wollte ursprünglich besonders Freunde des abgehangenen Altherrenrocks an die Transistoren zurückholen. Schon nach wenigen Wochen wurde diese Nische ein wenig erweitert, weil den Betreibern offenbar recht schnell klar wurde, dass das Zielpublikum ansonsten äußerst überschaubar bleiben dürfte. Für mich war das noch immer nichts, aber ich hörte pflichtbewusst dennoch ab und an rein. Und andauernd lief ein Lied namens „Land Of Green“ von ebendieser Band „The Coalminers' Beat“. Rockmusik mit klaren Irish-Folk-Anleihen, oder kurz gesagt: Pfadfindermusik. Aber nicht nur den Fritzen des Senders, der sich aufgrund einen Namensstreits bald in „Delta Radio“ umbenennen musste (aber noch einige Zeit davon entfernt war, ins Rot-Schwarze zu wechseln und „den besten Rock-Pop des Nordens“ zu spielen), gefiel dieses Lied, sondern sowohl mir als offenbar auch den anderen fünf bis zehn Hörern. Zumindest R.SH übernahm „Land Of Green“ wenig später ins Programm und lud die aus der Nähe von Stuttgart kommende Band zur Kieler Woche 1994 ein.



Nein, auf dem Konzert war ich nicht mit dabei. Sehr wohl aber eine Gruppe Pfadfinder, von denen ich zwei Personen kannte, weil sie halt in meinem Jahrgang waren statt wie die anderen auf der Waldorfschule. Klingt nach bösem Seitenhieb, war aber so. Auf jeden Fall kam ich irgendwann auch nicht mehr an der Band vorbei und kaufte mir das selbstbetitelte Album. Im Gegensatz zu „Land Of Green“ sind die meisten Songs darauf noch deutlich folklastiger und von Geige, Akkordeon und anderen eher Charts-untypischen Instrumenten ummantelt. Und: Die meisten Songs wurden von einem anderen Sänger namens Gregor intoniert. Die schnellen „Give Me A Kiss“ und „Mexico“ sowie das ruhige „The Ballad Of Belly O'Connor“ wurden Songs, die ich die ganzen 90er Jahre über sehr liebte.

Bereits 1995, bevor ich die Band zum ersten Mal live erlebte, folgte mit „Colourblind“ das Nachfolgealbum. The Coalminers' Beat hatten sich offenbar an die Forderung von Sony gehalten, die neuen Lieder alle mehr im Stile von „Land Of Green“ zu halten. Mit anderen Worten: Die neuen Stücke waren alle deutlich rockiger, die Geige ertönte zumeist nur noch im Hintergrund, und Sänger Gregor hatte nichts mehr zu tun, weil nun Rocker Stefan Meissel alles singen durfte. Somit kein Wunder, dass Gregor die Band ein Jahr später verließ.



Bei meinem ersten Miners-Konzert war er aber noch dabei. Die Band spielte aber natürlich hauptsächlich Lieder vom zweiten Album, welches ich rückblickend gar als das bessere bezeichnen würde. Damals aber nicht. Vielleicht war ich da auch schon unter dem bösen Einfluss der bereits oben erwähnten Pfadfindergruppe, mit der ich in den folgenden Monaten noch öfter zu tun bekam. Nach dem Konzert trug ich mich auch in eine Liste für den Newsletter der Band ein, wodurch mir die Post etwa alle sechs Monate einen Brief brachte – Internet gab's anno 1995 ja noch nicht so wirklich. Durch die Newsletter erfuhr ich dann vom Ausstieg Gregors, vom Ende des Plattenvertrags mit Sony und davon, dass The Coalminers' Beat gar nicht die große, erfolgreiche Nummer waren, für die ich sie hielt. Denn während die Band in Kiel auch in den Folgejahren immer wieder vor 500 bis 1.000 Leuten spielten, wohnten ihnen außerhalb Kiels und ihrer Heimat nur rund ein Zehntel so viele Zuschauer auf ihren Konzerten bei. Ich sah The Coalminers' Beat noch einige Male live, zuletzt 1999, als sie ein riesiges Jubiläumskonzert spielten, bei dem dann auch Gregor sowie viele andere, irgendwann ausgestiegene Musiker mit dabei waren und bei dem auch vielerlei Klassiker vom ersten Album gespielt wurden.

2001 lösten sich The Coalminers' Beat nach zweieinhalb weiteren Alben auf. Ich erfuhr aber erst einige Jahre später davon.

Montag, 28. Juni 2010

Roxette - Joyride [Jugendsünden]

Unter der Rubrik „Jugendsünden“ werde ich in loser Folge einige Alben der 90er Jahre vorstellen, die ich in meiner Jugendzeit (will sagen: als diese Alben aktuell waren...) hörte. Es soll also keinesfalls eine Liste der musikalischen Werke werden, die ich für die besten dieses Jahrzehnts halte. Aber vielleicht hilft es ja der einen oder anderen Person, anhand dieser Alben nachzuvollziehen, warum ich eben so bin, wie ich bin. Aber wohl eher nicht.

JoyrideDen Anfang macht ein Album, das auch in meinem musikalischen Passivwirken den Anfang machte (alte Klaus&Klaus-Kassetten mal ausgeklammert). Es war 1991, und wie so oft war ich über Pfingsten zu Gast bei meinen Cousins in Ditschiland (aka Dithmarschen). Den Grund dafür stellte Jahr für Jahr der große „Pfingstmarkt“ dar, also eine Art Jahrmarkt, nur dass er im Vergleich zur Kieler Kirmes nur über drei Tage ging und man nicht Gefahr lief, von Mettenhofern verprügelt zu werden. Nun gut: Die Dithmarscher Dorfjugend ist sicherlich nicht viel ungefährlicher, aber das wusste ich damals nicht und mir war auch nie irgendwas passiert (bis zu dieser eigenartigen Wodka-Geschichte mit dem Palmenmann einige Jahre später, aber das gehört hier nicht rein...). Auf jeden Fall gab es dort ein Fahrgeschäft nicht unähnlich dem „Metroliner“ im Hansa Park: Es geht schnell im Kreis und mal vorwärts und mal rückwärts. Einzig anders war, dass irgendwann während der Fahrt ein Verdeck über die einzelnen Wagen gestülpt wurde, damit man ungestört hätte knutschen können, weshalb dieses Gefährt dann auch irgendwie „Love Tunnel“ oder ähnlich hieß. Natürlich machten nicht nur wir, sondern auch alle anderen von diesem Gimmick keinen Gebrauch.



Aber wir fuhren etliche Male mit dieser Bahn. Auf jeden Fall deutlich öfter, als der Betreiber unterschiedliche Lieder parat hatte. Etwa jedes dritte Mal ertönte – zumal ja auch schon aufgrund des Titels und des Texts äußerst passend – „Joyride“ von Roxette. Ich hatte mir zuvor nicht viel aus Musik gemacht, kannte zwar einige Songs aus dem Radio – aber dieses Lied hatte es mir angetan.



Als ich nach Pfingsten wieder in Kiel ankam, ließ ich mir von einem Mitschüler sogleich die gesamte LP (!) auf MC (!!!) überspielen. Und sie düdelte fortan die ganze Zeit in meinem Kassettenrekorder. Meine Favoriten waren neben dem Titelsong, den ich bald schon nicht mehr hören konnte, die zweite Single „Fading Like A Flower“ sowie die schnelleren „The Big L.“ und „Church Of Your Heart“, welches die sagenumwobene Kieler All-Star-Kapelle Theorem Of Anger elf Jahre später veredeln würde. Zudem war die Schnulze „Spending My Time“ mein erstes Engtanzlied – erst danach folgte „Wind Of Change“ von den Scorpions als zweites, drittes, viertes, …, fünfhundertstes Engtanzlied. (Ich bin übrigens schockiert, dass der Thesaurus von OpenOffice das Wort „Engtanz“ nicht kennt. Ich schließe mal daraus, dass die Jugend von heute so etwas nicht mehr macht...)



Roxette waren meine erste große musikalische Liebe. Ich begann auch schnell den definitiv ein Stück besseren, weil abwechslungsreicheren Vorgänger „Look Sharp“ ins Herz zu schließen, und im November 1991 waren es auch Roxette, die ich als erste Band auf einem „echten“ Konzert erleben durfte – in der Ostseehalle, versteht sich. (Okay, eigentlich war natürlich die Vorgruppe „Glass Tiger“ die erste Band, aber das zählt ja nicht. Das ist so, als würde man sagen, die Kilians – und nicht Tomte – seien die erste Band nach den Smashing Pumpkins gewesen, die auf dem Spielbudenplatz in Hamburg spielen durften, und das wäre ja – Achtung: Kalauer – Majestheesbeleidigung.) Meine Liebe zu Per Gessle und Marie Fredriksson ging sogar so weit, dass ich einem in Schweden urlaubenden Freund auftrug, mir doch bitte eine Briefmarke mitzubringen, auf der die Band drauf ist – ich habe diese Briefmarke heute noch. Die späteren Alben von Roxette waren allerdings eher mau, einzig „Crash Boom Bang“ von 1994 fand ich noch ganz okay. Die Band verabschiedete sich langsam aber sicher vom „Rock/Pop“, den sie auf den ersten Alben so perfektionierte. Und nicht nur Roxette, denn das gesamte Genre starb irgendwann Mitte der 90er aus und ward nie mehr gehört...

Sonntag, 27. Juni 2010

Für immer und Selig [Cappui]

Wenn mich Leute fragen, ob ich in diesem Jahr auf der Kieler Woche war, kann ich stolz sagen: „Natürlich – am Dienstag.“ Mehr braucht es wirklich nicht, denn ständig die selben Bands und immer betrunkenere Jugendliche muss man sich wirklich nicht all zu oft geben. Da kann noch so viel von „back to the roots“ geschwafelt werden – nur, weil das gelb-blaue Zirkuszelt nach vielen Jahren erstmals wieder auf der Reventlouwiese steht, heißt es nicht, dass dort wie früher recht unbekannte Rockbands auftreten und man sich genüsslich mit seinen mitgebrachten Bierdosen, einer Kippe und entfernten Bekannten neben dem Zelt auf der Wiese niederlässt und den Abend genießt. Das scheitert ja schon an den Bierdosen. Auch wenn es ja mittlerweile wieder welche zu kaufen gibt. Aber wer macht das schon?

Warum ich am Dienstag dann aber doch auf der KiWo war? Um es vorwegzunehmen: Ich habe von dem ganzen Trubel kaum etwas mitbekommen, bin direkt zur Hörnbühne und zurück, habe damit fast keine dieser unzähligen Verkaufsstände gesehen und musste mich nicht ein einziges Mal darüber echauffieren, dass es wegen überfüllter Wege nicht voran ging. Hooray! Und das Ganze passierte natürlich am Dienstagabend, weil dort mit Selig eine Band spielte, die ich schon in den 90ern großartig fand, aber nie live sehen konnte – dabei spielte sie damals irgendwann sogar mal im MAX. Tun sie auch jetzt wieder, aber mittlerweile verlangen Plewka, Neander und Co. dafür unsägliche 32 Euro. Das geht gar nicht, zumal Steffen immer davon schwärmt, dass er nur 12 Mark damals für Selig und Nationalgalerie im Doppelpack zahlen musste.

Jetzt also zum ersten Mal Selig, und passenderweise habe ich mein schniekes „Jetzt erst ECHT“-Shirt angezogen. Kim Franks Band galt ja einst – nicht wirklich zurecht – als die „neuen Selig“, als sie durchstartete. Als ich vor dem Konzert zufällig eine KIELerLEBEN-Redakteurin samt ihren Freund treffe, wird mein Shirt auch gleich kritisch beäugt. Ich kontere gekonnt mit „Naja, Selig sind doch die neuen Echt“, woraufhin mir erklärt wird, dass ich ja völlig falsch liegen würde, da es Selig ja schon in den 90ern gab, sogar länger als Echt. Keiner versteht meinen Humor. Mit den Worten „Mir ist es hier zu blöd“ verlässt die KIELerLEBEN-Redakteurin samt Freund anschließend meine Gesellschaft, aber das hat sicher nichts mit mir zu tun. Auf jeden Fall mache ich mir darüber keinen Kopf, sondern gucke mir lieber mal den Rest des schon anwesenden Publikums an: Die schleswig-holsteinischen Turbojugenden sind bereits vielzählig am Start und ebensozählig betrunken. In den ersten Reihen hingegen kauern viele geschminkte Teenie-Mädels, bei denen ich mich frage, woher sie Selig überhaupt kennen, wenn sie doch quasi erst bei deren ersten großen Hit „Sie hat geschrien“ versehentlich gezeugt wurden. Erst Minuten später erkenne ich an einem „One Fine Day“-Shirt, das eines der Kids vorne trägt, den wahren Grund ihrer Erste-Reihe-Warterei. Armes Selig.

Mittlerweile ist der Platz vor der Hörnbühne wirklich schon sehr gut gefüllt, als denn endlich Tim und Tine vorbeikommen. Zwei Minuten später betreten dann auch schon pünktlich Selig die Bühne, weitere zwei Minuten später auch endlich Jan Plewka, der sich ganz Rockstar-esque einen Sonderapplaus abholen darf. Die Band fängt auch gleich mit dem Klassiker „Ist es wichtig?“ an und bestätigt damit, dass man nicht nur Songs vom letztjährigen Comeback-Album spielen wird. Gut so. Musikalisch ist das alles auch mehr als ordentlich. Warum sollten die Herren es auch verlernt haben? Sie waren ja in der Zwischenzeit auch nicht untätig. So hatte Plewka neben einiger Solosachen mit Zinoba und TempEau auch zwei neue Bands, und Gitarrist Christian Neander konnte seine Gitarrenskills in der Liveband von Ingo Pohlmann schärfen. Offenbar hat er von ebendiesem auch diese schreckliche Stadionrock-Atmosphäre bei Selig importiert. Es vergeht kaum ein Lied, in dem Jan Plewka nicht dazu aufruft, mitzuklatschen oder zu -singen. Was natürlich kaum jemand tut, denn die ersten Reihen beobachten lieber One Fine Day, die gerade „backstage“ ein Interview aufzeichnen. Und die Turbojugenden? Die haben wechselweise Bier in der Hand oder im Mund und können deshalb nicht mitmachen. Vermutlich sind sie auch zu stolz dazu.

Selig sind dennoch augenscheinlich nicht unglücklich über die Stimmung, was vielleicht auch am Wetter und den umherschwirrenden Heißluftballons liegt. Jan Plewka, den ich mittlerweile als den „neuen Hartmut Engler“ tituliere, versucht es trotzdem ein einziges Mal mit einem auffordernden „das geht noch lauter“, vergisst dabei aber offenbar, dass wir hier nicht auf einem Vuvuzela-Konzert sind. Die neuen Revolverheld legen dann noch einmal richtig los, im Grunde fehlt nur noch ihr WM-Hit. Kurz darauf stimmen die neuen Tomte mit „Die Besten“ einen ihrer Klassiker an, und plötzlich ergeben die Songzeilen „ich dacht', wir hätten uns gefunden / ich dachte schon, wir könnten die Besten sein“ einen völlig neuen Sinn. Damit muss doch einfach Jogis Elf gemeint sein.

So beschleicht mich auch nach den beiden phantastischen Zugaben, logischerweise „Wenn ich wollte“ und das Gänsehaut erzeugende „Ohne Dich“, ein merkwürdiges Gefühl, als hätte sich wieder einmal eine der geliebten Bands aus der Vergangenheit verkauft. Aber hauptsache, Echt bleiben die Alten, wenn sie im Herbst ihr Comeback geben.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Echt Panik (Immergutrocken 2010 – Teil 3) [Cappui]

Ist das Immergut mittlerweile zu einer Eintagsfliege verkommen? Oder kann sich Sascha einfach nicht mehr an die Geschehnisse des zweiten Tags erinnern? Weit gefehlt – er hatte nur keinen Schnöf, weiterzuschreiben. Jetzt aber.

Also wie vielleicht bereits erwähnt, ist die erste Nacht wirklich eine saukalte Angelegenheit. Die Immergut-Homepage verkündet im Nachhinein sogar den ersten Bodenfrost der Festivalgeschichte, aber das halte ich dann doch für ein Gerücht. Es ist aber definitiv so kalt, dass ich bereits früh Schlafsack und Zelt verlasse, um spazieren zu gehen. Ja, hallo Logik. Aber draußen friere ich tatsächlich weniger, und im Grunde ist es auch gar nicht mehr so früh, schon nach sechs Uhr. Das sehen auch andere Camper auf dem anderen Ende des Zeltplatzes ähnlich: „Aufstehen, Du Muschipenis“, glaube ich zu hören, als ich an einem dieser gehypeten Zwei-Sekunden-Aufbau-Zelte vorbeigehe. Oh my God, it's spreading!

Nach kurzem Frischmachen – die Duschen auf dem Immergut sind tatsächlich unschlagbar – wärmt die Sonne auch schon unsere Gemüter, und auch auf dem Zeltplatz herrscht schon reges Treiben. Zeit also für ein bisschen Spaß: „Offi, weißt du, was ich mich schon die ganze Zeit frage?“ - „Nee, was denn?“ - „Wo sind all die Indianer hin? Wann verlor das große Ziel den Sinn? So wie Chingachgook für das Gute steh'n, als letzter Mohikaner unter Geiern nach dem Rechten seh'n.“ Wir singen inbrünstig das Lied von unser aller Lieblingsband Pur und erhalten Standing Ovations von allen, die gerade stehen und Sitting Ovations von allen, die sich auf den Schreck erst einmal hinsetzen müssen.

ImmergutSaschaKurz darauf beschließen Offi und ich, dann doch zum Fußballturnier zu gurken. Weil sich die Hooligans von Dynamo Berlin sowie deren Fans für die Fips-Asmussen-Kampfbahn in Neustrelitz angekündigt haben, findet das Immergutzocken in diesem Jahr in der Fips-Asmussen-Kampfbahn in Alt-Strelitz statt. Cleverer Schachzug. Der Busfahrer des Shuttlebusses wird bereits nach wenigen Sekunden zum Kult erklärt. „Genau so stellt man sich einen ostdeutschen Busfahrer vor“, meint Offi, und ergänzt dann: „Naja, einen westdeutschen auch.“ Es hat schon ein wenig Mannschaftsbus-Atmosphäre, wie wir dort in zweiter Reihe sitzend, mit Streuselschnecken und Bier im Rucksack auf weitere Mitfahrer warten.

Leider klappt es in diesem Jahr nicht mit dem Mitspielen. Kim Frank dreht lieber Musikvideos statt seine Runden auf dem Fußballplatz, so dass die Mannschaft Echt trotz nachträglichen Eintreffens von Tim in Teamkluft nicht antreten kann. Eine Spielgemeinschaft mit der Band „Ja, Panik“ unter dem Namen „Echt Panik“ kommt ebenfalls nicht zustande, weil diese lieber unter sich bleiben will, obwohl sie nur zu sechst sind. Wir hören ihnen aber gerne zu mit ihrem süßen österreichischen Dialekt. Fast so gerne wie den Kommentatoren, die Offi und ich insgeheim als große Idole haben. So viel Schwachsinn auf einem Haufen reden die, und außerdem bieten sie an, dass man sich gekaufte Cola bei ihnen gratis „veredeln“ lassen kann durch Doppelkorn oder Klaren. Wir entscheiden uns unabhängig voneinander jeweils für den Doppelkorn wegen mehr Alkohol... Außerdem genießen wir hier die rötende Sonne, die Spiele, bei denen „Ja, Panik“ so sehr Kloppe beziehen, als würden sie gegen Färinger spielen, und Toiletten mit Spülung im Vereinsheim. Genau so stellt man sich einen immerguten Samstagmittag vor.

Dennoch entscheiden wir uns, bereits den ersten Bus zurück zum Festivalgelände zu nehmen. Schließlich ist ja auch schon das eingepackte Bier alle und Offi noch ungeduscht.

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