Donnerstag, 27. März 2008

Immergute Vorfreude [Musik]

Hachja...

Musik = Passion [Cappui]

Ja, ich studiere Mathe, und ja, ich studiere es schon viel zu lange. Das alles soll auch bald endlich ein gutes Ende nehmen. Dennoch - oder gerade weil es sich schon so lange hinzieht - brauche ich Ablenkung. Sachen, die mir Spaß machen, die mir irgendwas bedeuten, in denen ich aufgehen kann. Diese haben in den allerhäufigsten Fällen mit Musik zu tun.

So auch neulich, als ich über meinen THW-Mailaccount eine Mail von einem gewissen Willi aus Köln bekam. Dieser ist gleichzeitig Sänger der Indieband LINGBY (von der ich zugegebenermaßen zuvor noch nie gehört hatte!). Diese Band ist - zumindest auf dem ersten Blick - eine Band wie jede andere: Keine Homepage, denn eine schlecht designte myspace-Seite reicht heutzutage vollends. Ein paar Lieder sind natürlich online, zelebrieren dort unaufgeregten Indiepop - zumindest nach dem ersten oder zweiten Hördurchgang.

Wie auch immer: Dieser Willi fragte mich auf jeden Fall, ob ich für das Konzert der Band im Kieler Café Prinz Willy (ja wie passend!) eine Kieler Supportband wüsste. Allein schon, weil diese Mail auf so komischem Wege zu mir kam, dachte ich, ich könnte mich mit dem ganzen mal etwas näher beschäftigen. Ich hatte auch grad gute Laune. Also die Musik auf myspace angehört und diese als nett, aber wie gesagt unaufgeregt empfunden. Passende Kieler Bands fielen mir genau drei ein: STARING GIRL, FREAKY MILLER, WALHEIMAT. Drei tolle Bands, aber keine dieser drei hab ich bislang live sehen können. Ein Grund mehr, sich LINGBY anzunehmen. Und tada, es klappte: Steffen und Nils von STARING GIRL sagten zu und ich fühlte mich wichtiger, als ich in Wirklichkeit bin. In gewissem Maße war das Konzert nun auch mein Konzert, ich hatte meinen Teil dazu beigetragen. Also auch schön als Tagestipp hypen bei kiel4kiel.de - warum auch nicht, Chef hatte eh grad Urlaub.

In den Tagen vor diesem Konzert hatte ich dann auch Zeit, mich näher mit LINGBY zu befassen. Und was ich so alles über die Band erfuhr, war vielleicht etwas sehr von Naivität geprägt, aber definitiv ambitioniert und vor allem sympathisch. Bei einer Folge von "Undertube" traten sie in der Kölner U-Bahn auf. Für einen kleinen Independent-Film nahmen LINGBY ein paar Instrumentalsongs auf. Kiel war nur ein Zwischenstopp ihrer Tour, die die Band auch noch nach Schweden und Dänemark führen sollte - ein Tourhalt wurde auch im dänischen Lyngby gemacht. Neben dem Kasseler Songwriter Malte (SundayParlours) begleitete auch ein kleines Plüschpony die Band und versteckte sich auf den Tourfotos immer geschickt - wer das Pony auf allen Fotos finden konnte, gewann u.a. die Tour-EP. Diese CDs sind von der Band natürlich selbstgebrannt, die Pappschuber allesamt mit Liebe handbemalt und damit unikatös. Ihr Tourtagebuch veröffentlicht das Trio außerdem im Rote Raupe Fanzine im Internet. Wie gesagt: Naiv, aber unglaublich sympathisch! Und die Musik wächst mit jedem Hördurchgang.

Die Ernüchterung folgte aber auf dem Fuße: 13 zahlende Gäste hatten LINGBY - die Enttäuschung sah man dem Trio dann auch etwas an. Aber das Konzert war unheimlich toll. LINGBY muss man sich merken. Ich hoffe, dass sie es schaffen werden!

Ich hoffe auch, dass ich irgendwann Teil der gesamten Szene werde. Vielleicht eines Tages in Hamburg. Bis dahin unterstütze ich gerne jede kleine Band, die sich zu unterstützen lohnt - auch wenn es doch meistens in einer Ernüchterung mündet. Ja, das ist vielleicht naiv. Aber auch unglaublich sympathisch, oder nicht?

Reinhören in LINGBY unter www.myspace.com/lingby.

Mittwoch, 26. März 2008

[Grand Hotel van Cleef] mal wieder ganz viel text mit ganz wenig inhalt... [Musik]

Hallo Jungs, Mädels, Knurksel,

es wird mal wieder Zeit für ein Round-Up der neuesten Neuigkeiten aus vanCleef-Hausen. Der Zeitpunkt hierfür ist aber auch exzellent, denn es steht ja gleich eine ganze Menge an.

1. KETTCAR
Mittlerweile müsste es ganz Deutschland wissen, aber sicher ist sicher: Am 18. April erscheint endlich das dritte KETTCAR-Album "Sylt"! Es soll düsterere, nicht mehr so befindlichkeitsfixierte Texte geben, es soll rocken wie Hulle und sowieso und überhaupt. Sagen zumindest Leute, die das Album schon gehört haben, ich kann da ja nicht mitreden. Wohl aber, was die erste Single betrifft: Diese heißt "Graceland" und erscheint am kommenden Freitag (28.3.). Natürlich mit zwei B-Seiten, die es nicht auf "Sylt" geben wird. Anhören könnt ihr euch das ganze vermutlich fünfmal täglich auf eurem Lieblings-Radiosender, das Musikvideo zu "Graceland" findet ihr zudem auf www.myspace.com/kettcar. Und wehe, jetzt fühlt sich noch jemand dadurch an KORN erinnert...

Natürlich gibt's auch eine Tour zum Album, die KETTCAR allein eine Woche lang durch verschiedenste Hamburger Clubs führt. Krank ist das. KRANK! Aber man gönnt es ihnen ja. Danach geht's dann auch über Rostock bis nach Wien und halbwegs zurück bis Wiesbaden, größtenteils begleitet von den hervorragenden HERRENMAGAZIN und den labeleigenen OLA PODRIDA. Ich hoffe nur, die KETTCARIANER haben einen triftigen Grund, warum sie Kiel ausgespart haben auf der Tour...

2. TOMTE
Na holla! 2005 war KETTCAR-Jahr, 2006 war TOMTE-Jahr, 2007 war... öööh... LOCAS-Jahr. 2008 wird aber Super-GAU! Denn nicht nur KETTCAR, sondern auch TOMTE haben ein neues Album angekündigt. Zwei neue Songs präsentierte die Band bereits im Februar bei einem Benefiz-Gig im Hamburger Docks, und zumindest das zweite (das mit dem betrunken Lieder hören oder schreiben oder so...) hat mir sehr gefallen. Da ist die Freude groß, dass Thees scheinbar doch nicht nur Baby-Songs und Wiegenlieder schreibt und das Album dann in einer Limited Edition in einer vollgeschissenen Windel seiner Tochter anbietet. Wäre ja auch (a) unhygienisch, (b) gar nicht mal so limited und (c) eher was für DIE ÄRZTE. Haha... Wie auch immer: Das Album soll im Herbst wohl kommen, auf ausgewählten Sommerfestivals werden TOMTE sicherlich schon ein paar Kostproben neuer Songs geben, die dann wieder so Arbeitstitel wie "Herrschen" oder "RHCP" besitzen. Was'n Spaß!

3. OLLI SCHULZ & DER HUND MARIE
Bereits vor kurzem erschienen ist eine neue EP von OS&DHM. Diese heißt "Ausflug mit Razzia" und liefert uns vier Coverversionen von Klassikern der Hamburger Punkband RAZZIA. Dabei singt Olli zwei Songs, der Hund die anderen beiden. Erschienen ist das ganze (leider?) nur als Vinyl (Schallplatte, das was Mama und Papa früher hatten!) auf dem tollen Hamburger Indie-Label AUDIOLITH. Auf Tour ist der Olli übrigens auch gerade, allerdings ganz allein, ganz ohne Hund. In garantiert jeder unwichtigen Stadt außer Kiel - ganz sicher auch in eurer! Das Album soll dann auch irgendwann im Herbst erscheinen, übrigens. Bis dahin schonmal schön sparen üben!

4. HOME OF THE LAME
Auch von Felix Gebhard gibt es ein neues Album. "Sing What You Know" erschien bereits am 1. Februar, ist deutlich rockiger als die vorherigen Sachen und damit - wie alles in unserem Leben - Geschmackssache. Ich mag's. Toll auch das Video zu "Old Songs", besonders lustig auch die Fan-Arbeit zu "The Radio" - müsst ihr mal bei YouTube suchen. Großer Spaß!

5. SIR SIMON (BATTLE)
Simon Frontzek ist der neue fünfte Mann bei TOMTE, nachdem der gute Timo Bodenstein Anfang des Jahres ausgestiegen ist und seine Drumsticks an den Hund Marie weitergegeben hat. Simon Frontzek hat aber in erster Linie auch ein ganz ganz wunderbares Soloprojekt am Start, das auf den Namen SIR SIMON (früher SIR SIMON BATTLE) hört. Sein erstes Album heißt "Battle" und erscheint am 4. April via Strange Ways. Ein ganz tolles Werk, auch wenn es meiner Meinung nach ruhig noch ein bisschen pluckern könnte. Aber ich hab ja auch immer was zu meckern...

6. HYPEHYPEHYPE
Kommen wir jetzt wieder zu meiner Lieblingsrubrik: Musik, die Cappuccino hört und noch von anderen gehört werden sollte! Mein erster Tipp ist NIELS FREVERT, ehemals Frontmann der NATIONALGALERIE (also der Band, nech...), der bei Tapete Records gerade sein drittes Album "Du kannst mich an der Ecke rauslassen" veröffentlicht hat. Leider nur neun Lieder, aber besser neun unglaubliche, herzzerreißende, tolle Songs als fünfzehn normale. Da sind wir uns wohl einig! Sehr ruhige Musik allerdings, zum Tanzen nur bedingt geeignet. Beziehungsweise gar nicht.

Und mein zweiter Tipp: STERNBUSCHWEG. Die Berliner Band hat es nun, nach gefühlten 721 Milliarden Jahren, endlich geschafft, das erste Album zu veröffentlichen! Dieses hört auf den Namen "Mein Herz schlägt weiter jeden Tag" und ist toll-toll-TOLL! Also nein, es *wird* toll-toll-TOLL, denn es erscheint ja erst am kommenden Freitag. Wäre der Tag nicht eh schon wegen der KETTCAR-Single eingeherzt, hätte ich es für STERNBUSCHWEG gemacht. Vielleicht sogar noch größer und bunter. Und dann sind sie ab nächster Woche mit ihrem IndiePop auch in jeder unwichtigen Stadt Deutschlands auf Tour - ja sogar selbst in Kiel!

Sooooo... das war es dann auch schon wieder! Ich melde mich im Sommer wieder, behaltet bitte bis dahin euren guten Musikgeschmack!

Viele Grüße,
der Cappuccino aus Kiel

Wiedereröffnung [Cappui]

Heieiei... ich wollte doch so viel aus meinem Privatleben bloggen. Problem ist nur: Ich habe doch gar kein Privatleben...

Und jetzt kommt mir nicht mit Sätzen wie "Und wo bleiben die Fotos von Deinem Geburtstag?" - das wüsste ich nämlich auch gerne. Mir wurde noch nicht ein Foto geschickt, und irgendwann interessiert es ja auch keinen mehr. Selbst mich nicht.

Wie auch immer: Damit hier dennoch manchmal ein bisschen Content auftaucht, werde ich in Zukunft alle meine Texte hier veröffentlichen. Seien es Konzertberichte, Zwischenmenschliches (löl!) oder k4k-Kolumnen. Einige ausgewählte alte CD- und Konzertrezensionen meinerseits findet man auch auf www.indiemucke.de.

Und damit es jetzt gleich mal was zu lesen gibt, reiche ich den gestern verschickten Newsletter für die von mir geleitete last.fm-Gruppe "Grand Hotel van Cleef" nach.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Can you still feel the butterflies? [Musik]

Wenn eine Band fünf Alben hat und vorher ankündigt, von allen Alben etwas zu spielen, dann erwartet man Großes von Jimmy Eat World! Und Großes passierte: Sogar "Disintegration" von der 2005er EP wurde gespielt. Und mit "For Me This Is Heaven" ein toller "Clarity"-Song, der auf mehr hoffen ließ. Die neue Version von "Your House", gefolgt von "Hear You Me" - toll! Naja, "Se Middel" war zu erwarten, man gibt der Meute, was sie will.

Die Quoten-Tänzer waren nach "Se Middel" erneut an uns vorbei zum Bierstand gegangen, wie sie es zuvor schon nach "Sweetness" und "Pain" taten. Einhellige Meinung: "Die kommen gleich wieder!" Zu "No Sensitivity" oder zu "A Praise Chorus" oder zu "Lucky Denver Mint". Doch sie kamen nicht wieder. Weil Jimmy Eat World nicht wiederkamen. 75 Minuten und Schluss?!? Sorry, das geht mal gar nicht!

Keinen einzigen Song der "Static Prevails", mit "For Me This Is Heaven" und "Blister" nur zweimal "Clarity", dafür aber vier Songs - immerhin die besseren - von der "Futures" und fünf von dem aktuellen Bubblegumpop-Album. Es war noch unglaublich viel Material vorhanden - warum also hören die einfach schon nach 17 Liedern auf?!? Vor sechs Jahren hatten sie noch zwei Alben weniger und spielten länger - zu einem Bruchteil des Preises, der diesmal auf der Karte stand. Beschiss und ein übergroßer Schatten, der sich über diese 75 Minuten legt, die eigentlich sehr sehr toll waren.

Aber ohne "Goodbye Sky Harbour" und "Table For Glasses" und ohne die göttliche Rachel Haden an Keyboards und Backing Vocals sind Jimmy Eat World auch live nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Donnerstag, 10. Januar 2008

New York, New York [Cappui]

Ich glaube, ich war Silvester doch betrunkener, als ich dachte...

Dienstag, 8. Januar 2008

Geldunter [Cappui]

Sechs Tage nach dem brutalen Portemonnaie-Raub in Mettenhof (okay, es war weder brutal noch ein Raub, aber es war wirklich in Mettenhof!) hab ich nun die Hoffnung endgültig begraben, dass es wieder auftaucht. Die Diebe haben sicherlich das Geld rausgenommen und den Rest verbrannt - so macht man das in Mettenhof. Da gibt es ja quasi nur zwei Arten von Menschen: Die Privilegierten, die nur das Geld rausnehmen, das Portemonnaie dann zurücklegen und groß "ES TUT MIR LEIT" auf einen Zettel daneben schreiben. Naja, und die Sorte von Mensch, die am letzten Mittwoch meinen Spind aufgebrochen und nichts zurückgelassen hat. Wie sagte Marco früher so schön?
In Mettenhof, in Mettenhof,
da sind sogar die Netten doof.

Naja, heute also die Behördengänge: Nein, das Bild vom letztjährigen Perso könnte ich nicht wieder benutzen, ich bräuchte schon ein neues, heißt es im Rathaus. Das erfahre ich glücklicherweise vorm Nummernziehen. Also erstmal die Glückszahl "091" gezogen, dann für 6 Euro in so einen tollen Fotoautomaten gesetzt, und dann: warten. Nummer "070" wird gerade aufgerufen, und alle drei Minuten geht es tatsächlich mal weiter. Dass sich der ältere Herr neben mir zunächst wundert, dass er mit seiner Nummer "083" einige Minuten nach der Nummer "082" aufgerufen wird, wundert mich wiederum. Gerade als ich mir überlege, wie ich ihm am einfachsten - vermutlich induktiv? - den Monoid der natürlichen Zahlen erklären könnte, steht er dann doch endlich auf und trottet durch die Tür mit der großen Nummer "3". Dass hinter seiner aufgerufen Nummer extra "Tür 2" steht - geschenkt!

Nach vierzig Minuten Warterei bin ich endlich an der Reihe. Zehn Euro kostet der neue Perso, ein Schnäppchen! Ob ich noch einen vorläufigen bräuchte für die kommenden zwei Wochen, werde ich gefragt. Nachdem man mir die dafür anfallenden Sonderkosten von 8 Euro erläutert, ist mir klar: Vorläufiger Perso mein Arsch. "Ich muss jetzt erstmal in der Datenbank gucken, ob Sie wirklich Sie sind. Ihre Identität muss ja verifiziert werden", sagt die nette Dame. Bei so tollen Worten wie "Datenbank", "Identität" und "verifiziert" überlege ich kurz, ob sie nicht vielleicht mal in meinem Semester war, dann entgegne ich nur: "Da haben Sie wohl recht!" Sie wiederum antwortet: "Da haben Sie wohl recht!" Wie geil arrogant ist das denn bitte?

Weiter geht's dann zur Krankenkasse. Eins mit Sternchen! Ich bin gleich an der Reihe. Nachdem ich der jungen Dame dreißig Sekunden lang mein Leid über mein schönes altes Portemonnaie geklagt habe, sagt sie mir, dass die neue Versichertenkarte in zwei, spätestens in drei Tagen in meinem Briefkasten auf mich wartet. Ich mache große Augen, was die Krankenkassendame völlig falsch interpretiert: "Ja, wissen Sie: Da ist ja auch ein Mikrochip drin, der muss erst noch programmiert werden. Deshalb kann ich Ihnen die neue Karte nicht gleich mitgeben." Ach so ist das! Mit einem - leider nicht so leckeren - Bonbon kann man mich aber immer gut vertrösten.

Anschließend wird genüsslich schwarzgefahren zur Uni. Beim Studierendensekretariat dann die Ernüchterung: "Ein neues Leporello kostet 6 Euro. Bitte füllen Sie diesen Zettel aus!" Dass ich überhaupt kein Leporello, sondern nur das olle Semesterticket brauche, interessiert die Dame einen feuchten Kehricht (geil, ich glaub, ich hab in meinem Leben noch nie zuvor "Kehricht" geschrieben, hab mich dabei auch nur dreimal vertippt!). "Achso, Sie müssen bitte passend bezahlen, ich habe heute noch nichts eingenommen." Herrlich, nicht einmal Wechselgeld besitzen sie also an der Uni. Also erstmal in den siebten Stock des Hochhauses gefahren, wo eine Freundin arbeitet. Sie kann mir meinen 10-Euro-Schein immerhin kleinmachen. Und bereits morgen kann ich dann mein neues Leporello abholen. Warum die doofe Sekretärin das nicht "live" ausdrucken kann, wird ihr Geheimnis bleiben.

Somit kann ich jetzt immer noch nicht Bus fahren. Deshalb geht's dann auch erst übermorgen zur Bank, die neue EC-Karte kostet auch nur 15 Euro. Aber hej, dafür sind sie auch sehr freundlich dort, wie bei der Krankenkasse. Nur mit leckereren Bonschis. Immerhin etwas, wenn man schon mal eben so 37 Euro aus dem Fenster schmeißt.

Und weil ich noch ein bisschen üben muss und es auch ganz gut ans Ende passt: Kehricht Kehricht Kehricht Kehricht Kehricht. So, jetzt beherrsche ich dieses Wort. :)

Once [Filme]

So lautet der Titel eines irischen Films von 2006 mit Glen Hansard (Sänger von The Frames) und Markéta Irglová, die sich beide auch für den Soundtrack verantwortlich zeichnen. Ein ganz wundervoller Film, der ab 17. Januar auch in die deutschen Kinos kommt.

Wie ich gerade erfahren habe, wurde der Film aber synchronisiert, was sehr sehr ärgerlich ist. Denn auch wenn die Songs natürlich im Original bleiben, so gibt es ab und an schon fließende Übergänge zwischen Dialog und Song, die durch den Sprachen- und Stimmwechsel nun viel zu abrupt werden dürften. Hab "Once" aber auf deutsch noch nicht gesehen, vielleicht klappt es ja doch ganz gut. Und immerhin ärgert man sich nicht mit den bösen irischen Dialekten rum, die einige Nebendarsteller so drauf haben...



Achja: Der Soundtrack erscheint am 11. Januar in Deutschland. Ich hab ihn kurz nach Weihnachten importieren lassen (war in der Tat billiger!), aber vorm 11. Januar kommt der nun vermutlich eh nicht mehr an...

Montag, 7. Januar 2008

Mit'm Mund? [Cappui]

Damit kann man eine ganze Menge machen. Essen, trinken, atmen, reden - und noch viel mehr. Reden - das ist etwas, das ich seit Freitagmorgen sträflichst vernachlässigt habe. Hab ich jemanden getroffen? Hab ich mit irgendjemandem telefoniert? Hab ich unter der Dusche gesungen? Hab ich zumindest Selbstgespräche geführt? Mich vielleicht irgendwo gestoßen und "Aua! Verdammt!" geschrieen? Nein, nichts von alledem. Seit nun vier Tagen habe ich also meinen Mund nicht mehr zum Sprechen benutzt.

Schlimm? Nein, es sind ja eh Gammeltage gerade, erst am Mittwoch geht die Uni wieder los. Dann wird von ganz automatisch wieder der Mund geöffnet werden. Spätestens dann. Natürlich hätte ich mich gerne mal mit Freunden getroffen, verkrochen hab ich mich ja nicht. Sie hatten halt keine Zeit. Alles nicht so schlimm. Nur halt irgendwie strange, oder nicht?

Sonntag, 6. Januar 2008

Es gibt viel zu tun - schlafen wir aus [Cappui]

Die bekannte To-Do-List wird lang und länger, was auch meinem aktuellen Seelenzustand zuzuschreiben ist. Aber nützt ja nix: Es muss viel getan werden, die blöde Handball-Nationalmannschaft spielt ja wieder und meine Konzerte für den längst angelaufenen Januar müssen auch noch größtenteils vorangekündigt werden. So bleibt mir letztlich nichts anderes übrig, als den Wecker auf 7.30 Uhr zu stellen - an einem Sonntag! Kann das gutgehen?

Natürlich nicht. Sicher, den Wecker hab ich vernommen, aber mittlerweile benutze ich ihn schon lange genug, so dass ich ihn wunderbar im Halbschlaf ausmachen kann. Wenn nicht sogar Vollschlaf. Ich kann mich auf jeden Fall gar nicht dran erinnern, ihn ausgemacht zu haben. Und so wache ich halt erst um kurz vor zwölf auf. Es wäre wohl doch die bessere Wahl gewesen, den Wecker auf neun Uhr oder halb zehn zu stellen - damit hätte ich vermutlich keinerlei Probleme gehabt.

Aber ich muss auch zugeben: Diesmal hab ich den Schlaf auch mit aller Macht verlängert. "Jeder Mensch träumt, und zwar jede Nacht", sagte mal ein kluger Mensch. Oder war das einfach nur ein Zitat aus einem der "A Nightmare on Elm Street"-Filme, um die Gefährlichkeit von Freddie Krueger nochmals zu unterstreichen? Vermutlich letzteres, aber ich glaube daran. Und das, obwohl ich einer der Menschen bin, der eigentlich nie strukturiert zu träumen vermag und sich nur höchst selten nach dem Aufwachen auch nur ansatzweise an das vermeintlich Erlebte erinnern kann. Wobei Ersteres sicherlich auch Zweiteres begünstigt, denn bei einem roten Faden kann man ja auch besser rekonstruieren.

Worum es in diesem Traum ging? Ich habe geheiratet, jawohl. Alles sehr pompös und teuer, aber doch schön. Wen? "Kennst Du nicht", könnte ich antworten, was ich recht gerne mache, wenn ich keine Namen nennen möchte. Aber das wäre wohl gelogen, zumindest vielleicht gegenüber einem gewissen Prozentsatz meiner Leser. Es ist auf jeden Fall nicht die Person, für die mein Herz schlägt. Nicht einmal die Person, um die in den letzten Tagen die meisten Gedanken verschwendet wurden (welches eine andere Person ist als die erstere!). Ist ja auch egal, ich messe dem Ganzen jetzt nicht sooo viel Bedeutung bei. Und warum träumte ich von einer Hochzeit? Vermutlich nur, weil Chandler und Monica bei der gestrigen Friends-Folge gerade ebenfalls in den Vorbereitungen steckten.

Nichtsdestotrotz habe ich es dennoch versucht, mich bis zur Hochzeitsnacht zu träumen. Es misslang.

Mittwoch, 2. Januar 2008

So this is the New Year... [Cappui]

Ein Blick in meinen Rucksack offenbart das tatsächliche Ausmaß der Silvesterfeier: Das Bier ist alle! Dass dies aber nichts über die Güte oder Schlechte einer Party aussagt, sollte dennoch klar sein. Denn manchmal sind Partys so langweilig und der Sascha dort so deplatziert, dass nur noch der Griff zur Flasche hilft - klingt irgendwie nach Alkoholiker, ist so aber gar nicht gemeint.

Der Jahresausklang war... anders! So könnte man es bezeichnen. Im Endeffekt gut, dass ich mich nach zehnminütigem im-Bett-liegen um kurz nach halb sechs dann doch dazu aufraffen konnte, die Einladungen anzunehmen. Einladungen von Menschen, die ich mag. Einladungen von Menschen, die mich mögen. Einladungen aber von Menschen, mit denen mich eigentlich gar nichts verbindet. Von Menschen, denen es genau so sehr davor graust, mit mir ein Gespräch unter vier Augen führen zu müssen, wie es auch mir davor graust.

Aber beim Käse-Fondue sind da glücklicherweise mehr Augen, insgesamt 16, und zu meiner positiven Überraschung sind meine beiden nicht die einzigen männlichen in der Küche. So können dann doch die Stärken Saschas allesamt ausgespielt werden: Liederraten von der Bravo Hits 12, Geschichten von Britney Spears- und Blümchen-Konzerten, Pointen an der richtigen Stelle nach minutenlanger Stille. Letzteres hab ich von meinem Opa geerbt.

Später geht's dann zu einer WG-Party, und meine Angst, dass ich die meisten Leute nicht kennen und - nicht, dass es gleichbedeutend wäre - nicht mögen würde, verfliegt recht schnell. Es hagelte wohl im Vorfeld viele Absagen, so dass dann quasi letztlich 50 Prozent bekannte, 50 Prozent unbekannte Gesichter dort einhergehen - eine Mischung, wie ich sie am liebsten habe, denn dann kann man sich im gewohnten Umfeld langsam an die neuen Menschen herantasten. Bleibt die Frage nach der Taktik für den Abend. Ich glaube ja, dass mich fremde Leute zunächst nicht für voll nehmen und mich eher als Freak wahrnehmen. Ja, tatsächlich so ein bisschen wie in "Das Model und der Freak". Ob man dies nun noch ein wenig forcieren sollte oder nicht, ist dann die Frage. Da ich letzte Woche aber die Folge von "Ally McBeal" geguckt hatte, in der John Cage sich nicht nur damit abfand, sondern letztlich auch noch die positiven Dinge darin sah, ein "komischer kleiner Mann" zu sein, wähle ich letztlich die Freakvariante. Polarisieren ist eh immer gut! Und hey, sich zu fünft kurz vor Mitternacht mit Kazoos auf den Balkon zu stellen und "The Final Countdown" zu tröten, hat auch beinahe Stil. Genau wie mit wenige Minuten später unten auf der Straße die Wunderkerzen zu schwenken und "We are the World" zu singen. Ja, das bin ich. Und das sind auch die anderen Menschen, die ich mag. Die mich mögen. Mit denen mich eigentlich gar nichts verbindet. Heute schon.

Wieder oben angekommen wird mir gesagt: "Sascha, wir haben gerade beschlossen, dass du heute irgendwie süß bist." Ich bedanke mich schüchtern für etwas, das ich eigentlich schon wusste. Ich habe das Silvesterfest vieler Menschen bereichert, ja. Silvester ist nun allerdings vorbei, der Alltag zurück. Der Alltag, in dem mich mit diesen Menschen eigentlich gar nichts verbindet. Aber ich mag diese Menschen. Und sie mögen mich.

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